Eine Win-Win-Situation

Freuen sich über die gute Zusammenarbeit: (h.v.l.) Kita-Leiterin Petra Wrede, Tennistrainer Wilhelm Gatzke und TCD-Geschäftsführer Gerhard Herrmann. Die Kinder Linus Bernsmann (vorne von links), Sarah Urban, Lorenz Bork, Robin Bernsmann, Mats Herrmann und Leon Tenberge nehmen das Angebot montags aktuell wahr.

Kooperation zwischen dem TC Drensteinfurt und der Kita „Die Zwergenburg“

Presseartikel WN vom 06.07.2019

mkl- DRENSTEINFURT. Es ist eine klassische Win-win-Si­tuation. Die Kinder der Kita „Die Zwergenburg“ lernen das Rückschlagspiel kennen und entwickeln sich moto­risch, der Tennis-Club Dren­steinfurt freut sich über Nachwuchs und erhofft sich neue. Mitglieder. Seit vier Jahren besteht die Zusam­menarbeit zwischen dem TCD und der Stewwerter Kindertagesstätte mittler­weile. Beide Seiten sprechen von einer „engen Koopera­tion“ und einer „Erfolgssto­ry“, wie es der Gschäftsfüh­rer des Sportvereins, Ger­hard Herrmann, ausdrückt.

Die erste Kooperationsver­einbarung datiert vom 1. Mai 2015. Petra Wrede, die Leiterin der Kita im Konrad­Adenauer-Gebiet, sprach die Verantwortlichen des TCD an. „Tennis ist meine Leiden­schaft. Ich habe den Sport jahrelang selbst betrieben und war Jugendtrainerin“, so Wrede, deren Tochter Lisa für die U18-Juniorinnen des Tennis-Clubs aktiv ist, ihre Beweggründe. 2016 wurde eine unbefristete Koopera­tion abgeschlossen.

Die Konstellation bietet für alle Beteiligten Vorteile. In den Räumen der Kita an der Weidenbrede findet regelmäßig Training statt, das sich an die angehenden Schulkinder, die „Maxikin­der“, richtet. In Gruppen ä sechs Kindern wird freitags in der kleinen Halle geübt. Von 9 bis 10 Uhr kümmert sich Nadine Helfenbein um den Nachwuchs, von 11 bis 12 Uhr Wilhelm Gatzke. Bei­de kommen aus Ahlen, beide haben einen Trainerschein. Unterstützt werden sie von Petra Wrede und Agnes Hörsting, einer Mitarbeiterin der Kita. Die Stunden werden unter Verwendung kindgerechter Materialien „spielerisch, altersgemäß und mit viel Freude gestal­tet“, berichtet Wrede. Übun­gen zur Verbesserung der Auge-Hand-Koordination stehen ebenso auf dem Stun­denplan wie Ballgewöh­nung. Natürlich benutzen die Kleinen andere Bälle und kleinere Schläger als die Großen. „Wir sind gut ausge­stattet“, sagt Wrede.

Über die beiden Trainer besteht laut Herrmann die Möglichkeit, die Kita-Kinder und deren Eltern gezielt an­zusprechen und den Nach­wuchs für Einheiten auf der Tennisanlage des TCD an der Kleiststraße zu gewinnen. „Wir bieten ein Schnupper­training über zwei Monate an‘ sagt der Geschäftsführer. Im Sommer wird auf Asche, im Winter in der Halle trai­niert. Die „Maxikinder“ tref­fen sich montags, die Erst­klässler, also diejenigen, die ein Jahr zuvor noch die „Zwergenburg“ besucht ha­ben, montags und dienstags. „Nach dem Schnuppertrai­ning fragen wir die Eltern, ob ihre Kinder weiterma­chen möchten“, erklärt Herr­mann. Nach dem ersten Jahr der Kooperation seien es vier, fünf gewesen, die dem TCD erhalten geblieben sind, 2018 hätten sich sogar neun Kinder dazu entschlossen. „Wir versuchen, die Kinder in der Grundschule weiter zu begleiten“, so Herrmann. Die Kooperation wird vom Landessportbund NRW unterstützt. Wrede ist be­geistert: ‚Wir treten auch bei Veranstaltungen wie dem Summer Feeling in der In­nenstadt gemeinsam auf.“ Und wenn die Kita zum Sportfest oder zum Tag der offenen Tür einlädt, ist der TCD auch vertreten. Mitte September geht die Kooperation ins fünfte Jahr. In dem Monat bietet der TC Drensteinfurt in der Halle auch wieder das Ball- und
Schläger-Kibaz (Kinderbewegungsabzeichen) an. Für die nötigen Materialien bekommt der Tennis-Club 400 Euro Förderung vom LSB.
Wrede ist sich sicher: „Wenn die Kinder begeistert sind, zieht es auch die Eltern zur Tennisanlage.“ Das wäre auch ganz im Sinne des TCD